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Treffen mit den Wahlkreisabgeordneten des Bundes- und Landtages

29. 08. 2020

Am 29.08.2020 haben sich Sprecher der fünf Bürgerinitiativen Keine Kurve Kassel mit den Bundestagsabgeordneten Timon Gremmels und Esther Dilcher, den Landtagsabgeordneten Manuela Strube und Oliver Ulloth und dem Verbandsdirektor des Zweckverbandes (ZRK) Kai Georg Bachmann zu einem Gespräch in Hofgeismar getroffen. Die BI-Sprecher haben darauf hingewiesen, dass der Bundestag noch immer nicht über die Petitionen der Bürgerinitiativen entschieden hat. Unsere BI wartet jetzt seit über einem Jahr auf eine Antwort. Sie verlangt in ihrer Petition Angaben zu den erwarteten Baukosten für die verschiedenen Varianten der Kurve Kassel. Diese würden mit den vorgesehenen Tunnelbauten in jedem Fall viel teurer als die ursprünglich veranschlagten 80 Mio. €. Darüber hinaus soll die Bahn die Kosten für den Ausbau der vorgeschlagenen Alternativstrecke Altenbeken – Northeim – Nordhausen objektiv ermitteln. Vor allem müssen auch die Vorteile bei der Nutzung der Alternativstrecke bewertet werden, die 32 km kürzer wäre als eine Linienführung über eine Kurve Kassel. Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass diese Fragen geklärt werden müssen. Das Bundesverkehrsministerium hat dazu bisher gegenüber dem Petitionsausschuss des Bundestages noch nicht Stellung genommen. Offenbar bereiten dem Ministerium die Antworten Schwierigkeiten, weil sie den Sinn einer Kurve Kassel in Frage stellen würden. Die Bürgerinitiativen verlangen, dass sich Vertreter des Ministeriums vor einer Entscheidung über die Petitionen vor Ort einen Eindruck von dem verschaffen, was mit einer Kurve Kassel angerichtet würde, und ihnen Rede und Antwort stehen. Neben der überflüssigen Zerstörung von Natur und Landschaft sehen alle Gesprächsteilnehmer ein großes Problem in dem bis 2025 erwarteten starken Anstieg der Güterzugzahl auf der Strecke Warburg – Kassel um 170 %. Schon bei der heutigen Auslastung kommt es dort häufig zu Verspätungen und Zugausfällen. Vor allem wird sich aber die Lärmbelastung für die Menschen in allen Kommunen an der Strecke dramatisch erhöhen. Das gilt auch für Vellmar, denn trotz der Tunnel bei einer stadtnahen Variante der Kurve Kassel würde die Strecke immer noch zu 75 % oberirdisch verlaufen und den Schienenlärm von täglich 44 Güterzügen von Norden in die Stadt verbreiten. Zusätzlich würden aber noch 107 Güterzüge (statt bisher 56) auf der Strecke Warburg – Kassel durch Ober- und Niedervellmar in den Rangierbahnhof oder direkt nach Süden fahren. MdL Oliver Ulloth fordert deshalb von der Bahn, dass sie die Kosten eines zusätzlichen Lärmschutzes an der gesamten Bestandsstrecke ermittelt und nennt. Die Abgeordneten wollen weiterhin engen Kontakt zu den Bürgerinitiativen halten.

Personen auf dem Foto:
untere Reihe von links: Kai Georg Bachmann (ZRK), MdL Manuela Strube, MdL Oliver Ulloth, MdB Timon Gremmels;
obere Reihe von links: Lars Lewohn (BI Grebenstein), Werner Kolle BI Immenhausen), Peter Schürmann (BI Esapenau), MdB Esther Dilcher, Helga Heinemann (BI Fuldatal), Klaus Werner (BI Vellmar)

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Treffen mit den Wahlkreisabgeordneten des Bundes- und Landtages